Das wertvollste Geschenk ist Zeit

Möbelhaus spendet 3.500 Euro an Einrichtung für Schwerstkranke - Erlöse aus "wohnfit"-Verkäufen

Walldürn. (jam) "Das Odenwald-Hospiz liegt uns sehr am Herzen", sind sich die wohnfitz-Geschäftsführer Thomas Nitschmann und Wolfram Fitz einig. Und diesen Worten lassen die beiden Taten folgen: Am Freitag überreichten sie Vertretern der segensreichen Einrichtung einen Spendenscheck über 3.500 Euro. Das Geld stammt aus der Initiative "wohnfit", die seit einem Jahr erfolgreich bei dem Einrichtungsdienstleister angeboten wird.

Was es mit "wohnfit" auf sich hat, erklärt Nitschmann: "Wir reagieren damit auf den Wunsch des Kunden nach mehr Ergonomie. Das Stichwort lautet ,Gesund leben’." Zu diesem Zweck kooperiert das Einrichtungshaus mit dem Präventologen Markus Kamps, um Gesundheit - insbesondere das Rückenbewusstsein - in den Lebensbereichen Kochen, Sitzen, Arbeiten und Schlafen zu fördern.

Und: "Verkäufe aus dem ,wohnfit’-Sortiment füllen den Spendentopf", betont Thomas Nitschmann. 342 Aufträge gab es Wolfram Fitz zufolge im ersten Jahr - die so generierten 3420 Euro hat wohnfitz auf eine runde Summe aufgestockt.

"Die Firma wohnfitz hat uns von Beginn an unterstützt", zeigt sich Helmut Greulich, Vorsitzender des Fördervereins Odenwald-Hospiz, bei den beiden Geschäftsführern für ihr Engagement dankbar. Mit der Spende trägt das Möbelhaus zum Fortbestand der segensreichen Einrichtung bei, denn das Hospiz muss einen Teil seiner Betriebskosten selbst decken.

Die Hospizmitarbeiter um Geschäftsführerin Christine Lehner und Pflegedienstleiterin Magdalena Baier haben es sich auf die Fahnen geschrieben, Menschen mit einer nicht mehr therapierbaren Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung ein friedvolles Sterben in Würde zu ermöglichen. "Das Wertvollste, das wir unseren Gästen schenken können, ist die Zeit", betont in diesem Zusammenhang Christine Lehner.

Unabhängig davon, wie viel Zeit ein Gast im Hospiz verbringt - dieser Wert schwankt Magdalena Baier zufolge zwischen wenigen Stunden und mehreren Monaten -, sollen sich Gäste in der Gemeinschaft verstanden und angenommen fühlen. Gesellschafterin Christa Weiß betont: "Wir wünschen uns, dass die Leute auf ihrem letzten Lebensweg noch einmal glücklich sein können."

Dass die Einrichtung diesem Anspruch gerecht wird, bestätigt der Vorsitzende des Odenwald-Hospizvereins, Herbert Kilian: "Die Rückmeldungen, die wir von Gästen und Angehörigen erhalten, sind durchweg positiv." In die wohnlich eingerichteten Einzelzimmer mit warmer Atmosphäre kämen zum Teil Menschen, die in ihrem bisherigen Leben noch nie so schön gewohnt haben, merkt Christa Weiß an.

Als großen Vorteil des Hospizes sieht sie die eigene Küche. "Damit können wir den Gästen jeden Essenswunsch erfüllen." Auch Angehörige kommen in den Genuss der frischen Mahlzeiten. Falls gewünscht, können sie in einem Gästezimmer oder dank mobiler Liegen direkt im Zimmer des Betreuten übernachten. Darin, die Angehörigen zu betreuen, sieht die Gesellschafterin eine weitere wichtige Aufgabe des Personals.

Wie bei so vielen anderen sozialen Zwecken gilt auch hier: Ohne Ehrenamtliche geht es nicht. Das Team aus qualifizierten Pflegefachkräften wird unterstützt von ehrenamtlichen Hospizbegleitern und Hauswirtschaftskräften, aber auch von Seelsorgern, den Hausärzten vor Ort sowie ausgebildeten Palliativmedizinern.

"Es ist eine innere Überzeugung von uns, hier ein gutes Werk zu tun und die Betreuung von Schwerstkranken zu gewährleisten", lobt Wohnfitz-Geschäftsführer Thomas Nitschmann abschließend die anspruchsvolle Arbeit des Odenwald-Hospizes. Und diese Anerkennung leitet Hospiz-Geschäftsführerin Lehner an alle Mitarbeiter weiter: "Mit Sterbenden zu arbeiten - das macht man nur aus tiefer Überzeugung."

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